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Betretungsverbot Fliessgewässer

17. Juli 2026
Das kantonale Amt für Natur, Jagd und Fischerei hat mit Verfügung vom 14. Juli 2026 ein Betretungsverbot von Fliessgewässern im Kanton St.Gallen erlassen. Davon betroffen ist unter anderem die Sitter zwischen St.Gallen und Häggenschwil. Das Amt für Natur, Jagd und Fischerei markiert die gesperrten Stellen gut sichtbar am Gewässer.

Die aussergewöhnlich geringe Wasserführung und die hohen Wassertemperaturen beeinträchtigen die Lebensbedingungen der Fische und anderen Wasserlebewesen in den betroffenen Fliessgewässern erheblich. Die Trockenheit 2026 ist mit der von 2003 und 2018 vergleichbar. Besonderheiten sind der zweite schneearme Winter in Folge, das Niederschlagsdefizit von 50% von April bis Juni, der drittheisseste Juni seit der Wetteraufzeichnung, sehr hohe Wassertemperaturen, Grundwasserdefizite über zwei Jahre und saisonal sehr tiefe Seewasserstände. Die Wasserstände sinken weiter und liegen auf einem sehr tiefen Niveau, welches nur selten erreicht wird. Die Wassertemperaturen steigen seit Monatsbeginn und erreichen für kälteliebende Arten kritische Bereiche. Der Seepegel des Bodensees und Walensees liegen unter dem saisonalen Minimum der letzten 30 Jahre. Für einen nachhaltigen Anstieg der Wasserstände von Grundwasser und Bächen und Flüssen sowie einer Entspannung der Trockenheitslage werden flächendeckende, langanhaltende Niederschläge über mehrere Tage bis Wochen benötigt.

Auf der Website des Kantons sind immer die aktuellen Informationen zur LageExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. zu finden.