Abstimmung über Baukredit für Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Ebnet
15. Januar 2026
Am 8. März 2026 entscheidet die Bürgerschaft an der Urne über den Baukredit von CHF 43.3 Mio. für die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Ebnet in Abtwil. Der Gemeinderat unterbreitet der Bevölkerung ein Projekt zur Genehmigung, das die bestehenden Kapazitätsengpässe behebt und die langfristige Entwicklung der Schule Gaiserwald sicherstellt.
Die Schulanlage Ebnet in Abtwil ist in die Jahre gekommen und stösst räumlich wie funktional an klare Grenzen. Für einen zeitgemässen Unterricht, eine zuverlässige Tagesstruktur sowie die Unterbringung aller Klassen – vom Kindergarten bis zur 6. Primarstufe – fehlt heute der notwendige Raum. Gleichzeitig besteht bei den Gebäuden Ebnet I und Ebnet II ein ausgewiesener Instandstellungsbedarf. Die Schülerzahlen in der Gemeinde stiegen in den letzten Jahren auf sämtlichen Stufen und in allen Schulanlagen kontinuierlich an. Die Schulanlagen Ebnet und Grund in Abtwil verzeichneten in den letzten fünf Jahren einen Anstieg um insgesamt 14 Prozent.
Die bestehenden Räumlichkeiten der Primarschulanlage Ebnet sind seit mehreren Jahren vollständig ausgelastet. Zusätzliche Klassen konnten dort schon länger nicht mehr eingerichtet werden. Um den wachsenden Bedarf zu decken, wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Räume in der Schulanlage Grund umgenutzt. Inzwischen sind dort ebenfalls sämtliche Kapazitäten ausgeschöpft. Die weitere Entwicklung der Schülerzahlen ist mit Unsicherheiten verbunden. Sie hängt unter anderem von der Geburtenrate, der Bautätigkeit sowie vom Generationenwechsel in bestehenden Wohnquartieren ab. In unmittelbarer Nähe der Schulanlage Ebnet entsteht zudem eine Überbauung mit 103 Wohnungen, mehrheitlich mit 4,5 Zimmern oder mehr. Für Abtwil ist daher von einem weiteren Anstieg der Kinderzahlen auszugehen.
Projekt sichert langfristige Schulentwicklung
Das vorliegende Projekt sieht die Sanierung der bestehenden Schulhäuser, den Bau zusätzlicher Schul- und Spezialräume sowie den Ersatz der heutigen Einfachturnhalle durch eine Dreifachturnhalle vor. Damit können sämtliche Schulstufen wieder vollständig am Standort Ebnet geführt werden, ohne auf Provisorien oder externe Turnhallen angewiesen zu sein. Die Tagesstrukturen erhalten zeitgemässe, kindgerechte Räumlichkeiten und können das bisher genutzte Schützenhaus verlassen. Für kleinere (interne und externe) Anlässe steht neu eine Aula zur Verfügung. Zudem lassen sich mit dem Ausbau im Ebnet Synergien nutzen: Die Turnhallen und Aussenanlagen können von Kindergarten, Primarschule und Oberstufe gemeinsam genutzt und sinnvoll erweitert werden.
Alle Kindergartenklassen werden künftig im Gebäude Ebnet I zusammengefasst. Das zukünftige Kindergartenhaus bietet Platz für fünf Klassen, gegenüber bisher vier auf dem Schulareal. Neu können auf der Schulanlage 15 Primarklassen untergebracht werden, drei mehr als heute. Am Standort der heutigen Turnhalle entsteht ein zusätzliches multifunktionales Schulgebäude für die 3. bis 6. Primarstufe. Die 1. und 2. Primarstufe nutzt weiterhin das sanierte Gebäude Ebnet II, das an die heutigen Schulbedürfnisse angepasst wird. Eine umfassende energetische Sanierung ist dort nicht erforderlich. Die neue Dreifachturnhalle wird nördlich der bestehenden Gebäude realisiert. Sie ist primär für den Schulsport und für Trainings der Vereine konzipiert. Auf eine Auslegung als Wettkampf- oder Mehrzweckhalle wird aus Kosten- und Bedarfsgründen bewusst verzichtet.
Provisorische Zufahrt für den Baustellenverkehr
Die Erschliessung der Baustelle erfolgt über eine neue, provisorische Zufahrt ab der Sonnenbergstrasse. Die Sennhüslenstrasse bleibt während der gesamten Bauphase für das Quartier, den Schulbetrieb und als Schulweg nutzbar. Dank einer etappierten Bauweise und der flexiblen Nutzung bestehender sowie neuer Räumlichkeiten kann der Schul- und Kindergartenbetrieb während der ganzen Bauzeit ohne zusätzliche Provisorien aufrechterhalten werden.
Heizzentrale des Wärmeverbundes neu in der Schulanlage Ebnet
Für die Schulanlagen Ebnet und das Oberstufenzentrum Mühlizelg ist ein gemeinsamer Wärmeverbund mit einer Holzschnitzelanlage vorgesehen. Damit werden die bestehenden Öl- und Gasheizungen ersetzt. Die neue Anlage basiert auf erneuerbarer Energie und verfügt über Kapazitätsreserven für mögliche spätere Erweiterungen. Die Heizzentrale soll im umgenutzten und umgebauten unterirdischen Sanitätsposten Ebnet untergebracht werden. Gegenüber den ersten Plänen wird auf die Erschliessung des Feuerwehrdepots in Abtwil verzichtet.
Abstimmung über Baukredit von CHF 43,3 Mio.
Der beantragte Baukredit für die Sanierung und Erweiterung beträgt rund CHF 43,3 Mio. Am 8. März 2026 findet die Urnenabstimmung statt. Die Abschreibung dieser Investition erfolgt über 25 bis 40 Jahre. Hinzu kommen jährliche Zinskosten von etwa CHF 0,45 Mio. Insgesamt ergibt sich eine jährliche Belastung des Gemeindehaushalts von etwa CHF 2,3 Mio. Zusätzlich werden ein bis zwei neue Vollzeitstellen für Betrieb und Reinigung erforderlich. Eine verlässliche Aussage zu einer allenfalls nötigen zukünftigen Steuerfusserhöhung ist derzeit nicht möglich. Zu viele Einflussfaktoren können sich bis zum allfälligen Entscheid verändern. Bei Zustimmung der Stimmberechtigten folgen Baubewilligungsverfahren und Ausschreibungen. Sofern keine Rechtsmittel ergriffen werden, könnte der Baustart im Jahr 2027 erfolgen. Die Bauzeit beträgt rund drei Jahre.
Am 3. Februar 2026, 19.00 Uhr, findet in der Aula des Oberstufenzentrums Mühlizelg in Abtwil eine Informationsveranstaltung zur Abstimmung über das Projekt für die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Ebnet in Abtwil statt.
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