Steuerfuss sinkt um sieben ProzentDer Gemeinderat will den Steuerfuss für das Jahr 2010 von 126 % auf 119 % senken. Damit positioniert sich die Gemeinde Gaiserwald nahe an den zehn Gemeinden mit der tiefsten Steuerbelastung im Kanton St.Gallen. Der gute Rechnungsabschluss und die während der vergangenen Jahre konsequent verfolgten Massnahmen für den Schuldenabbau machen eine weitere markante Steuerfusssenkung möglich. Noch vor kurzer Zeit konnte nicht mit einer solchen Entwicklung gerechnet werden. Die Einnahmenausfälle wegen der verschiedenen kantonalen Steuergesetzrevisionen fallen nach den neuesten Berechnungen weniger hoch aus als angenommen. Der Kanton kompensiert einen Teil der Ausfälle durch den Wegfall der Gemeindebeiträge an die Kantonspolizei und die Ergänzungsleistungen und erhöht den Anteil an den Gewinn- und Kapitalsteuern von Unternehmen. Weiter unklar sind die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Gemeindehaushalt. Der Voranschlag 2010 der Gemeinde Gaiserwald rechnet bei einem Aufwand von 36,47 Mio. Franken und einem Ertrag von rund 36,08 Mio. Franken mit einem Aufwandüberschuss von Fr. 387'500.--.Investitionen ausführen Im Jahr 2010 sind Nettoinvestitionen in der Höhe von 2,32 Mio. Franken vorgesehen. Rund die Hälfte davon entfallen auf die ersten Bauphasen der beiden Strassensanierungsprojekte Schöntalstrasse in Engelburg und Mühlenstrasse in Abtwil. Weiter soll der Allwetterplatz auf dem Sportplatz Spiserwis in Abtwil einen neuen Belag erhalten (vgl. Bericht im letzten Gaiserwalderblatt). Die Heizung im Oberstufenzentrum Mühlizelg in Abtwil muss ersetzt werden. Für die neue Holzpelletheizung ist ein Kredit in der Höhe von Fr. 350'000.-- in der Investitionsrechnung enthalten. Finanzplanung zeigt Defizite Für die Planungsperiode 2010 bis 2014 rechnet der Finanzplan weiter mit Defiziten. Diese können aus dem Eigenkapital gedeckt werden. Das Eigenkapital beläuft sich per Ende des Jahres 2009 auf rund zwölf Millionen Franken. Der Finanzplan ist das Arbeitsinstrument für eine zielgerichtete und längerfristig ausgewogene Investitions- und Finanzpolitik. Er versteht sich als rollende Planung und deckt einen Horizont von fünf Jahren ab. Der Finanzplan enthält eine Fülle von Parametern, darunter eine Prognose der Bevölkerungsentwicklung und des Wohnungsbestandes. Wesentlicher Bestandteil des Finanzplans ist die Abschätzung des künftigen Steueraufkommens. Die jährlich wiederkehrenden Einnahmen und Ausgaben sowie die Kosten laufender und neuer Projekte in den nächsten fünf Jahren werden ebenfalls möglichst zuverlässig ermittelt. Da der Finanzplan auf einer Reihe von Annahmen basiert, ist er aber auch mit Unsicherheiten behaftet. Dies hat sich gerade im letzten Finanzplan gezeigt. Datum der Neuigkeit 4. März 2010
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